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Automobil, intelligente Mobilität und Drohnentechnologien
Eine sichere, intelligente und nachhaltige Mobilität vorantreiben
Luxemburg macht die Automobilindustrie, die intelligente Mobilität und Drohnentechnologien zu einem der vorrangigen Bereiche seiner wirtschaftlichen Diversifizierung. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, sowie zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln - gestützt auf Innovation, Daten und öffentlich-privater Zusammenarbeit.
Angesichts seiner spezifischen Mobilitätsherausforderungen hat sich Luxemburg dazu verpflichtet, den Verkehr zu dekarbonisieren und ein integriertes multimodales Mobilitätssystem umzusetzen. Ziel ist es, Luxemburg zu einem europäischen Pionier auf diesem Gebiet zu machen: als „Living Lab“ für intelligente Mobilitätslösungen.
Eine starke industrielle Basis und ein sich wandelndes Ökosystem
Das Land kann auf eine anerkannte industrielle Automobilstruktur zurückgreifen (Entwicklung und Produktion von Komponenten, F&E- und Vertriebsniederlassungen in Europa), sowie auf ein dynamisches Mobilitätsökosystem, das Unternehmen, Start-ups, Scale-ups, Spin-offs und Forschungszentren vereint. Dieses Umfeld fördert die Entwicklung von fortschrittlichen Technologien und innovativer Dienstleistungen, um eine stärker digitalisierte und nachhaltige Mobilität zu ermöglichen.
Laut Branchenerhebung von Luxinnovation sind rund 700 Unternehmen in dieser Branche aktiv: 58 % davon haben Automobil und Mobilität als Haupttätigkeit, und 47 sind Start-ups, wovon mehr als die Hälfte mit hohem disruptivem Potenzial angesehen sind (Daten/KI, Dienstleistungen für nachhaltigere Mobilität).
Aufgaben der Einheit „Automobilität“
Die Einheit „Automobilität“ der Generaldirektion Industrie, Neue Technologien und Forschung hat folgende Hauptaufgaben:
- Förderung der Entwicklung des Sektors und der Innovation, indem das Entstehen neuer Wirtschaftsakteure, Technologien und Geschäftsmodelle in den Bereichen Automobil, intelligente Mobilität und Drohnen begleitet und unterstützt wird
- Positionierung Luxemburgs als „Living Lab“, das, basierend auf Mobilitätsdaten, reale Anwendungsfälle fördert und die Interoperabilität von Infrastrukturen unterstützt – insbesondere zur Umsetzung einer kooperativen, vernetzten und automatisierten Mobilität (Cooperative, Connected & Automated Mobility, CCAM).
- Sicherstellung der Koordination mit anderen prioritären Sektoren, insbesondere der Industrie und Wertschöpfungsketten (LINK*), der Kreislaufwirtschaft (LINK*), disruptiven Technologien (LINK*), der Cybersicherheit (LINK*) sowie dem Weltraumsektor (LINK*).
- Sicherstellung einer interministeriellen Koordination und insbesondere die Umsetzung der nationalen Strategie für automatisiertes Fahren durch den Vorsitz des Interministeriellen Gremiums für automatisiertes Fahren. Schaffung eines ganzheitlichen Rahmens, der sicher, kohärent und innovationsfördernd ist.
- Aktive Beteiligung am grenzüberschreitenden digitalen Testfeld (Cross‑border Testbed) für kooperatives, vernetztes und automatisiertes Fahren, um CCAM‑Technologien und entsprechende Dienste unter realen Bedingungen zu evaluieren.
- Vertretung Luxemburgs in verschiedenen europäischen und internationalen Organisationen und Arbeitsgruppen (z. B. Euro NCAP, Data for Road Safety), um das Wachstum des Sektors zu fördern, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Nutzung bzw. Wertschöpfung aus Fahrzeug- und Infrastrukturdaten zu fördern.
- Beitrag zu strategischen Überlegungen zur Digitalisierung der Akteure des Sektors und seines erweiterten Ökosystems, insbesondere durch Synergien mit nationalen Initiativen, wie in der Luxembourg Data Strategy beschrieben.
Diese Maßnahmen ergänzen die Politik der wirtschaftlichen Diversifizierung und stehen im Einklang mit dem luxemburgischen Ansatz: ein vorteilhaftes Ökosystem für die digitale Transformation (souveräne Cloud, Supercomputer MeluXina, KI- und Datenstrategie, (Cyber-)Sicherheit und Resilienz) im Dienste der Wettbewerbsfähigkeit.
Handlungsprioritäten
- Sicherheit und Vertrauen: Tests und Validierung fortgeschrittener automatisierter Fahrfunktionen, kooperativer Automatisierung und sicherem Datenaustausch (u. a. zur Verbesserung der Verkehrssicherheit).
- Vernetzte Mobilität und Dienste: Plattformen, APIs und Data Spaces zur Entwicklung multimodaler Dienste, intelligenter Koordination, prädiktiver Wartung und digitaler Zwillinge von Infrastrukturen.
- Dekarbonisierung und Effizienz: Elektromobilität, Batterien, Ladeinfrastrukturen, Wasserstofftankstellen, Optimierung der Ströme, ultraleichte Materialien, Ökodesign und Kreislaufwirtschaft von Komponenten.
- Integration von Drohnen: Ausarbeitung einer Wertschöpfungskette für Drohnen und Entwicklung konkreter Anwendungsfälle (z. B. für Infrastrukturinspektionen, urbane Logistik oder öffentliche Dienstleistungen im Einklang mit europäischen Rahmenbedingungen und Sicherheitsanforderungen).
Inkubator und Campus „Automobility“
Im Herzen des „Luxembourg Automobility Innovation Campus“ in Bissen zielt ein Inkubator für innovative Mobilitätsunternehmen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Automobil- und Mobilitätssektors zu stärken und die Entwicklung neuer Aktivitäten in diesem Bereich zu unterstützen.
Der vom Technoport betriebene Standort soll Start-ups, Scale-ups, Spin-offs, KMU und internationale Akteure anziehen, die sich auf Innovation, Forschung und der Entwicklung von neuen Technologien konzentrieren. Ziel ist es, die wichtigsten Akteure im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit näherzusammenzubringen und strategische Partnerschaften zu bilden, um die Markteinführung intelligenter und nachhaltiger Mobilitätslösungen zu beschleunigen.
Als echtes Freiluftlabor fördert der Campus die Ansiedlung von Forschungs- und Innovationsaktivitäten. Seit 2024 beherbergt er das erste öko-zirkulär gebaute Parkhaus.